
ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
Inhalt
- ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
- Veranstaltungsort, Eislaufstruktur und Preistopf bei den ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
- Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der ISU-Eisschnelllauf-EM 2026 und Qualifikation
- Struktur und Wettkampfformat der ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
- ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026: Favoriten, Wettmöglichkeiten und wo man zuschauen kann
- Pro und Contra der Favoriten und Favoritinnen der ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
- Häufig gestellte Fragen
Empfohlene Buchmacher
Das Event gehört zu den ISU-Meisterschaften, der internationalen Wettkampfspitzenklasse, veranstaltet von der Internationalen Eislaufunion (ISU). Die ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026 werden vom 9. bis 11. Januar 2026 in Polen in Tomaszów Mazowiecki ausgetragen.
Die Eisschnelllauf-EM ist eines der wichtigsten Wettkampfereignisse im Eisschnelllauf und das bedeutendste in Europa, und zwar aus vier Hauptgründen:
- Titel und Ansehen in Europa
- Wichtiges Event in der Saison 2025/26
- Bedeutung für Olympia (genauer: für Mailand-Cortina 2026 in Bezug auf die Setzliste, Ranglistenpunkte und den taktischen Test von Aufstellungen und Distanzstrategien)
- Kommerzielle Bedeutung + Fernsehübertragungen
Veranstaltet werden die ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026 von der ISU in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Eisschnelllaufverband (PZŁS). Unterstützt wird das Event vom örtlichen Veranstaltungskomitee von Tomaszów Mazowiecki.
Veranstaltungsort, Eislaufstruktur und Preistopf bei den ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
Austragungsort für die Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026 ist die Arena Lodowa Tomaszów Mazowiecki (Eisarena Tomaszów Mazowiecki), eine komplett überdachte und klimatisierte Eisbahn über 400 Meter, die regelmäßig beim ISU-Weltcup und Meisterschaften auf europäischer Ebene zum Einsatz kommt.
Die Europameisterschaften im Eisschnelllauf sind keine Teamwettbewerbe, sie finden als Einzelwettkämpfe statt. Insgesamt werden ca. 60 bis 80 Läuferinnen und Läufer dabei sein.
- Männer: ca. 30–40 Läufer
- Frauen: ca. 30–40 Läuferinnen
Die Sportlerinnen und Sportler kommen aus ungefähr 15–20 Ländern in Europa. Für jedes Land treten normalerweise bis zu drei Läuferinnen und drei Läufer pro Kategorie an (je nach Quoten).
Zur Meisterschaft gehören:
- Mehrkampfwettbewerbe
- Sprintwettbewerbe
Bei den Europameisterschaften im Eisschnelllauf gibt es keine Preisgelder, zu „gewinnen“ gibt es stattdessen:
- Kontinentaltitel (Europameister/in Sprint/Mehrkampf)
- ISU-Weltranglistenpunkte
- Nationales Ansehen und Einfluss auf die Teamauswahl
- Einfluss auf die Qualifikation/Auswahl für kommende ISU-Weltmeisterschaften
- Kommerzieller Wert (Sponsoringsichtbarkeit, Verbandsprämien je nach Land)
Da es keinen offiziellen Preistopf gibt, bekommen die Athletinnen und Athleten von der ISU keine direkten Auszahlungen. Manche der nationalen Verbände könnten interne Prämien für Medaillen vergeben, aber sie sind keine Leistung der ISU-Meisterschaftsstruktur.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der ISU-Eisschnelllauf-EM 2026 und Qualifikation
Die endgültige Teilnehmerliste wird so früh noch nicht von der ISU veröffentlicht, es kann aber realistisch mit einigen Teilnahmen gerechnet werden: Die Nationalverbände aus den Niederlanden, Norwegen, Polen, Belgien, Deutschland, Italien, Österreich, Finnland und Tschechien sind üblicherweise stark vertreten und nutzen ihre Quoten voll aus.
Die Qualifikation für die Eisschnelllauf-EM läuft über drei Mechanismen:
Ranglistenpunkte ISU-Weltcup (Hauptfaktor)
Die Länder bekommen Quotenplätze auf der Grundlage ihrer Ergebnisse in der ISU-Weltcup-Serie vor den Meisterschaften zugeteilt. Quoten pro Kategorie (Mehrkampf/Sprint):
- Maximal drei Läufer/innen pro Geschlecht
- ISU-Mindestzeitstandards müssen erfüllt sein
- Müssen innerhalb der Weltcup-Ranglistenbereiche sein
Mindestzeiten (ISU-Qualifikationszeiten)
Alle Läuferinnen und Läufer müssen während der Saison die offiziellen ISU-Qualifikationszeiten erreichen, entweder im Weltcup, der Challenger Series oder bei anerkannten nationalen Wettkämpfen. Beispiele (ungefähre Richtwerte, werden für 2026 aktualisiert):
- Männer 500 m: ca. 35,70
- Frauen 500 m: ca. 39,00
- Männer 1500 m: ca. 1:48,00
- Frauen 1500 m: ca. 1:58,00
Die genauen Angaben ändern sich jedes Jahr, bewegen sich aber in ähnlichen Bereichen.
Auswahl der Nationalverbände
Für die drei Quotenplätze eines Landes kann es alle teilnahmeberechtigten Läuferinnen und Läufer auswählen, die die ISU-Zeiten erfüllen. Typische Kriterien:
- Weltcup-Platzierung
- Nationale Meisterschaften
- Leistungskonstanz & Verletzungsstatus
- Planung des Olympiazyklus (wichtig für die Saison 2026)
Beispiele:
- Die Niederlande schicken meist die Läufer/innen mit den besten Leistungen beim Weltcup.
- Polen gibt seinen Sprintspezialist/innen den Vorrang.
- Norwegen wechselt je nach Form und Distanz ab.
Struktur und Wettkampfformat der ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
Die ISU-Eisschnelllauf-EM 2026 läuft über drei Tage und besteht aus zwei parallelen Wettbewerben:
- Mehrkampfmeisterschaften (Frauen & Männer)
- Sprintmeisterschaften (Frauen & Männer)
Beide werden simultan an den drei Tagen ausgetragen.
Tag 1 — 9. Januar2026
- Sprint: 500 m (Rennen 1) + 1.000 m (Rennen 1)
- Mehrkampf: 500 m + 3.000 m (Frauen) / 5.000 m (Männer)
Tag 2 — 10. Januar 2026
- Sprint: 500 m (Rennen 2) + 1.000 m (Rennen 2)
- Mehrkampf: 1.500 m (Männer & Frauen)
Tag 3 —11. Januar 2026
- Mehrkampf: Finale Langstrecken
- Frauen: 5.000 m
- Männer: 10.000 m
- Medaillenvergaben für alle vier Wettbewerbe
(Sprint Herren, Sprint Damen, Mehrkampf Herren und Mehrkampf Damen)
Bei den Europameisterschaften im Eisschnelllauf gilt ein Punktesystem über verschiedene Distanzen, es gibt kein K.-o.- oder Best-of-System. Ausscheidungsrunden gibt es ebenfalls keine, alle Sportlerinnen und Sportler laufen alle erforderlichen Distanzen, wenn sie für die Finaldistanz qualifiziert sind (nur Mehrkampf).
Sprint – Format
Sprint an zwei Tagen (Männer & Frauen). Alle Läufer/innen nehmen an vier Rennen teil:
- 500 m x 2
- 1.000 m x 2
Sprint-Punktwertung
Es gilt das Samalog-Punktesystem:
- Zeiten werden in Punkte umgewandelt
- Niedrigste Gesamtpunktzahl = Sieger/in
- Keine Ausscheidung
- Alle Sprinterinnen und Sprinter laufen alle vier Rennen
Mehrkampf – Format
Mehrkampf über drei Tage (Männer & Frauen).
Die Rennen:
Mehrkampfdistanzen Männer
- 500 m
- 5.000 m
- 1.500 m
- 10.000 m
Mehrkampfdistanzen Frauen
- 500 m
- 3.000 m
- 1.500 m
- 5.000 m
Mehrkampf-Punktwertung
Auch hier gilt das Samalog-Punktesystem, bei dem alle Zeiten in Punkte umgewandelt werden.
Mehrkampf – Ausscheidungssystem
Alle Läuferinnen und Läufer fahren:
- Distanzen Tag 1 & 2 (drei Distanzen insgesamt)
Nur die besten 8 in der Wertung qualifizieren sich für die finale Langstreckendistanz: - Männer → 10.000 m
- Frauen → 5.000 m
Dies ist der einzige Ausscheidungspunkt im Wettkampf.
Finalwertung
Wer unter den Läuferinnen und Läufern nach allen absolvierten Distanzen die niedrigste Gesamtpunktzahl im Samalog-System hat, gewinnt. Es gibt keine Vorläufe, keine K.-o.-Runden, keine Best-of-Serien – die Meisterschaft beruht rein auf der Leistung.
ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026: Favoriten, Wettmöglichkeiten und wo man zuschauen kann
Da die Europameisterschaften sowohl im Sprint als auch im Mehrkampf ausgetragen werden, gibt es entsprechend unterschiedliche Favoritinnen und Favoriten. Die Prognosen beruhen auf den jüngsten Leistungen, der Form beim Weltcup und der erwarteten Vorbereitung auf den Olympiazyklus 2026.
Favoriten Sprint Männer:
- Piotr Michalski (Polen)
- Hein Otterspeer (Niederlande)
- Kai Verbij (Niederlande)
Favoritinnen Sprint Frauen:
- Jutta Leerdam (Niederlande)
- Femke Kok (Niederlande)
- Andżelika Wójcik (Polen)
Favoriten Mehrkampf Männer:
- Patrick Roest (Niederlande)
- Bart Swings (Belgien)
- Hallgeir Engebråten (Norwegen)
Favoritinnen Mehrkampf Frauen:
- Ragne Wiklund (Norwegen)
- Antoinette Rijpma-de Jong (Niederlande)
- Francesca Lollobrigida (Italien)
Wettmärkte zum Eisschnelllauf sind nicht so weit verbreitet wie beim Fußball oder eSport, aber die besten Wettanbieter in Europa haben normalerweise folgende Quoten im Angebot:
- Gesamtsieger (Sprint & Mehrkampf)
- Podiumsplätze
- Direkte Duelle auf den Distanzen
- Schnellste Runde / Zwischenzeit (selten, aber zunehmend)
Das umfangreichste Angebot kommt meist von:
- Bet365 – gutes Angebot an olympischen Wintersportarten
- Unibet – starkes Angebot an nordischen Sportarten, frühe Quoten für Eisschnelllauf
- Betsson / NordicBet – ausgezeichnet für skandinavische Kunden
- STS & Fortuna (Polen) – lokale Anbieter, bei denen oft polnische Athletinnen und Athleten stark vertreten sind
Die Rechtevergabe der ISU folgt dem europäischen Standardmodell:
Offizielle Sender
- ISU-Eisschnelllauf YouTube-Kanal (Livestream + VOD). Normalerweise werden alle Rennen übertragen, außer in Ländern mit exklusiven lokalen Übertragungsrechten.
- Niederlande – NOS / Ziggo Sport. Enormes Publikum in den Niederlanden garantiert eine volle Übertragung mit Kommentaren und Analysen.
- Norwegen– NRK / TV2. Beide haben eine lange Tradition der Übertragung von Eisschnelllaufwettkämpfen.
- Polen – TVP Sport. Man kann mit einer kompletten Live-Übertragung rechnen, da Polen das Gastgeberland der EM ist.
Sendungen in ganz Europa – Eurosport / Discovery+. Große ISU-Meisterschaften sind oft in den Übertragungsrechten enthalten, es werden mehrsprachige Streams angeboten.
Weltweit (wo erlaubt) – Offizieller OTT & YouTube-Kanal der ISU
Pro und Contra der Favoriten und Favoritinnen der ISU-Europameisterschaften im Eisschnelllauf 2026
| KATEGORIE | LÄUFER/IN | PRO | CONTRA |
| Sprint Männer | Piotr Michalski (POL) | • Außergewöhnliches Spitzentempo und explosiver Start, wichtig für die Samalog-Wertung über 500 m und 1000 m. • Starker Vorteil auf heimischem Eis in Tomaszów Mazowiecki, wo er beständig gute Leistungen zeigt. • Solide Form über die letzten Weltcup-Saisons hinweg mit podiumsreifen Zeiten. | • Leistungen können unbeständig im zweiten 1000-Meter-Lauf sein, der oft über den Titel im Sprint entscheidet. • Druck als Heimfavorit könnte das Fehlerrisiko erhöhen. • Das Feld aus den Niederlanden (Verbij, Otterspeer) könnte Medaillenhoffnungen zunichtemachen. |
| Sprint Frauen | Jutta Leerdam (NED) | • Starke 1000-m-Spezialistin, gewinnt oft mit großem Vorsprung. • Hocheffiziente Technik, macht bei Meisterschaften selten Fehler. • Große Verbesserungen über 500 m steigern ihr Samalog-Punktepotenzial insgesamt. | • Gelegentlich schwächerer Start als reine 500-Meter-Spezialistinnen (z. B. Kok, Wójcik). • Öffentliche Aufmerksamkeit und Mediendruck könnten sich auf die Psyche auswirken. • Verwundbar, wenn Eisbedingungen günstig für explosivere Starterinnen sind. |
| Mehrkampf Männer | Patrick Roest (NED) | • Ausgereiftester Allrounder seiner Generation, Spitzenklasse auf allen vier Distanzen. • Außergewöhnliche Kraft über 5000 m und 10.000 m sorgt für entscheidende Vorsprünge auf den langen Distanzen. • Enorme Erfahrung in Meisterschaften und Weltcups, konstante Leistungen auch unter Druck. | • Hat manchmal Probleme mit Pacing-Fehlern im ersten 500-Meter-Rennen, was zu frühen Punktdefiziten führt. • Voller Terminplan rund um Olympia kann zu Erschöpfung bei Events im Januar führen. • Gegner wie Swings oder Engebråten können ihn auf den längsten Distanzen herausfordern. |
| Mehrkampf Frauen | Ragne Wiklund (NOR) | • Ausdauer von Weltklasse und bestes Powerpaket über 3000 m und 5000 m in Europa. • Technisch ausgefeilte Läuferin mit konstanter Rundenkontrolle und starken Endspurts. • Geht mit starker Form und verbesserten 1500-Meter-Zeiten in das Jahr 2026. | • Ihre schwächeren Zeiten über 500 Meter können frühe Lücken verursachen, die auf den längeren Distanzen wieder eingeholt werden müssen. • Nicht so explosiv auf mittleren Distanzen wie niederländische Läuferinnen wie Rijpma-de Jong. • Reiseerschöpfung vom Weltcup könnte ihre 5000 m beeinträchtigen. |




